Ist es Realitätsverlust? Größenwahn? Oder ist es einfach nur die reine Existenzangst, die Herrn August-Wilhelm Scheer von der Bitkom dazu bewegt hat, den „Rollout“ der elektronischen Gesundheitskarte forcieren zu wollen? Laut einer Aris Umfrage (und bei heise nachzulesen) stimmten über 70% der Aussage zu: „Ich finde es gut, wenn meine medizinischen Daten zentral an einem sicheren Ort gespeichert werden.“ Man könnte der Meinung sein, dass Aris ein reiner „Lobby-Verein“ genau dieses Herrn Scheers ist.

„… an einem zentralen sicheren Ort …“ würde ich mal als Suggestiv-Formulierung bei der Umfrage werten. Wer möchte nicht, dass seine persönlichsten Sachen sicher sind? Aber wir IT-ler wissen, dass es den „zentralen sicheren“ Ort für Daten nicht geben kann. Es wird sich immer ein Weg finden, sich Zugang zu Daten zu verschaffen. Und bei zentraler Datenhaltung wird es um so schlimmer, da der Eindringling Zugriff auf ALLE Daten bekommt.

Ich persönlich glaube ja, der Herr Scheer will nur seinen Arsch retten, weil das Projekt Gesundheitskarte zu scheitern droht. Immerhin gibt es bei Umfrageaktionen in teilnehmenden Arztpraxen schon knapp 600.000 Unterschriften gegen die Karte. Würde man das Ergebnis hochrechnen auf alle Praxen und Bürger, wäre das Ergebnis aussagekräftiger, als eine Umfrage die man beim „eigenen Verein“ in Auftrag gegeben hat…

Ich bin also weiterhin dagegen! Meine Daten bekommen die nicht. Mach‘ doch auch mit bei der Unterschriftenaktion.

Advertisements