… und Apple’s Aperture bevorzuge. Ein Erfahrungsbericht zum Thema Bildverwaltung und -bearbeitung.

Nun, es ist ein Weilchen her, dass ich Photoshop Lightroom ausgiebig getestet habe. Lightroom war furchtbar langsam und scheint es immer noch zu sein, wie man z. B. bei kwerfeldein so liest. Mich hatten immer die vielen „Einschub“-Fenster gestört, die immer dann von allen Seiten ins Bild flitzen, wenn man sie gerade nicht braucht und möglichst viel vom Foto sehen will. Überhaupt passt das Programmdesign so gar nicht zu anderen Mac-Programmen. Auch die sonstige Integration auf dem Mac nicht sonderlich gelungen, es gibt keine Schnittstelle die es anderen Programmen erlaubt, auf die Lightroom-Inhalte zuzugreifen. Die Adobe-Produktpalette verträgt sich untereinander schon gut, aber alles was darüber hinaus geht, naja.

Zur vernünftigen Verwendung von Lightroom wird auch immer wieder empfohlen, mehrere „Kataloge“ – und damit Datenbanken – anzulegen, damit man schneller arbeiten kann. Ausserdem soll man die Datenbank regelmäßig reorganisieren. Hey, in Zeiten von leistungsfähigen Einsteiger-PCs sollte der Umgang mit Mini-Datenbanken im 10-100 GB-Bereich doch kein Problem darstellen? Beruflich hatte ich schon vor zehn Jahren mit zig Terabytes großen Datenbanken zu tun, und die werden nicht langsamer oder müssen laufend reorganisiert werden, nur weil sie stark wachsen. An der Hardware kanns nicht liegen, die war damals definitiv langsamer. Nein, ich bin mir sicher, bei Lightroom stimmt konzeptionell etwas nicht.

Und deshalb schmeisse ich weiterhin Aperture an und importiere alles, was die Kamera hergibt. Ausser beim Programmstart muss ich selten auf irgend etwas warten. Mein Mac ist übrigens zwei Jahre alt. Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format. In Aperture befinden sich 30.000 Fotos. Ich muss keinen „Bearbeiten-Modus“ anwerfen, wenn ich ein Fotobuch gestalte und feststelle, dass ich ein Foto noch etwas korrigieren will. In jeder Ansicht habe ich Zugriff auf die integrierten Bildbearbeitungs- und Verwaltungsfunktionen. Lightroom ist mir diesbezüglich viel zu starr. Aperture ist wesentlich durchgängiger und kompakter, dabei aber nicht so eingeschränkt.

Dieser Bericht ist mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht. Ich fotografiere, weil ich Spass daran habe. Und ich will in zehn oder zwanzig Jahren auch noch Spass haben und die dann alten Fotos schnell auffinden und verwenden können.

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