Die Netzeitung meldet heute, dass sich der Bürgermeister von Neukölln, ein Stadtteil Berlins den man meiner Meinung nach als Großstadt-Ghetto bezeichnen kann, gegen ein Betreungsgeld ausspricht, weil die „Unterschicht die Kohle ihrer Kinder versäuft“. Aha. Weil also in Berlin-Neukölln das Betreuungsgeld mehr Schaden anrichten als helfen könnte muss der Rest der Republik auf das Betreuungsgeld verzichten? Was ist das für eine Logik? Und viele Politiker springen auch noch darauf an und hauen in die selbe Kerbe. Wahrscheinlich um den Finanzhaushalt zu schonen. Ist ja jetzt auch einfach, nachdem Buschkowsky seinen Kopf mit krawalligen Worten hingehalten hat…

Sollten nicht genau darum die Familien mit dem Betreuungsgeld „belohnt“ werden, die in Regionen leben, in denen die Integration funktioniert? So wie vielerorts auf dem Lande z. B.? Dadurch würden sich vielleicht auch die Ghettos und damit viele Probleme nach und nach auflösen. Das Hauptproblem der mangelnden Integration unserer „Mitbürger mit Migrationshintergrund“ (ich sage ja lieber kurz Ausländer, ohne das abwertend zu meinen) ist doch gerade die Ghettoisierung in manchen Großstädten und nicht zu viel Geld.

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