TimeMachine meldet, dass meine externe 2-TB-Platte für ein Backup nicht mehr ausreicht. Also musste eine größere Speicherlösung her, die meine bisherige Western Digital MyBook Studio ersetzt bzw. ergänzt.

Mir gefällt das Konzept vom Drobo überaus gut: Beliebige S-ATA-Platten in das „Beyond-RAID-Datenroboter“ einschieben, ohne dafür ein Schräubchen drehen zu müssen – den Rest erledigt der Drobo. Folgende Platten hatte ich „vorrätig“: 1 x 1 GB Western Digital, 1 x 1,5 GB Samsung und 2 x 2 GB Samsung. Der Drobo wurde mit dem FireWire 800 Port meines iMac verbunden. Die mitgelieferte Software „Drobo Dashboard“ hatte ich bereits installiert und aktualisiert. Drobo Dashboard aktualisierte auch gleich die Firmware des Drobo S. Danach ging es an die Konfiguration. Da ich keine Partitionen wollte und man den Drobo ja nachträglich erweitern kann, habe ich die Größe auf 8 TB festgelegt. Soweit so gut. Zuletzt habe ich TimeMachine das neue Volume zugewiesen. Umgehend startete das Backup. Doch oh Schreck: Das Backup brach immer wieder nach 5-20 Minuten bzw. 10-20 GB ab. TimeMachine meldete den Fehler: „Das Backup wurde nicht durchgeführt, da beim Kopieren der Dateien auf das Backup-Volume ein Fehler aufgetreten ist.“ Mist!

Ich zog zunächst zwei Fehlerursachen in Betracht:

  1. Eine Platte im Drobo ist defekt
  2. TimeMachine hat einen Softwarefehler

Beides erwies sich als nicht korrekt.

zu 1. Um eine defekte Platte auszuschliessen habe ich diverse Kombinationen der Platten ausprobiert. Ausserdem gibt es ja die angepriesenen „Selbstheilungskräfte“, die defekte Sektoren der Platten kennzeichnet und von zukünftigen Schreibevorgängen ausschliesst.

zu 2. Bekannte TimeMachine-Fehler gab es zwar auf den Support-Seiten von Apple, diese bezogen sich allerdings durchweg auf ältere Versionen.

Als nächstes habe ich die Drobo eigene Backup-Software „DroboCopy“ getestet. Überraschenderweise wurden alle Daten gesichert – zumindest wurden während der Sicherung kein Fehler gemeldet. Doch zu meiner großen Überraschung konnten die gesicherten Dateien nicht mehr vollständig wiederhergestellt werden! So habe ich z.B. eine 120 MB große Filmdatei vom Drobo zurück auf den iMac kopieren wollen. Nach 10 MB gab es einen Abbruch des Kopiervorgangs, die Datei war korrupt. Ich kann das Ausmaß dieser Problematik nicht abschätzen, aber bei fast allen großen Dateien, die ich zurück kopieren wollte, gab es Schwierigkeiten. Unglaublich! Der Anwender wird also im Glauben gelassen, seine Daten wurden korrekt gesichert, obwohl dem nicht so ist! Wirklich unglaublich!

Also habe ich den Drobo umtauschen lassen.

Doch auch mit dem Austauschgerät gab es die gleichen Probleme. TimeMachine wollte erst gar nicht sichern, DroboCopy lief wie erwartet durch, sicherte aber wieder korrupte Dateien ohne auch nur einen einzigen Fehler zu melden. Ich vermute das Problem liegt in der Firmware einer Samsung-Platten. Wie ich inzwischen erfahren habe gibt es Storage-Lösungen, die diese lange bekannten Firmware-Fehler umgehen. Ausserdem sollte Data Robotics auf der eigenen Webseite nicht schreiben, dass sie alle S-ATA Platten unterstützen! Andere Hersteller (z. B. Synology) listen fein säuberlich alle Festplatten auf und schreiben dazu, wenn es Probleme gibt und wie diese Probleme zu umgehen sind.

Für mich war’s das mit dem Drobo, das Gerät habe ich zurück gegeben.  Der Support war übrigens sehr freundlich, konnte aber auch nicht weiter helfen.


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