Eines vorweg: Die ganzen Kritiken an Final Cut Pro X, vor allem von den Profis (also denjenigen, die mit Videoschnitt ihr Geld verdienen), sind mir geläufig und ich kann sie vollkommen nachvollziehen. Ich möchte diese hier nicht wiederkäuen und auch nicht einfach auflisten. Meine Sicht auf Videoschnitt im allgemeinen und Final Cut Pro X im besonderen ist folgende: Als ambitionierter Hobby-Anwender von iMovie seit Version 2 sehnte ich mich schon des öfteren nach professionelleren Möglichkeiten des Filmschnitts. Vor 2 oder 3 Jahren habe ich mich auch mit Final Cut Express auseinandergesetzt und das 600-Seitige „Handbuch“ zumindest teilweise studiert, was mich ehrlich gesagt abschreckte. Ich hätte Videoschnitt fast von Grund auf neu erlernen müssen und die bisher erlangte iMovie-Erfahrung über Bord werfen können. Das kam nicht in Frage, da dafür der Zeitaufwand zu groß geworden wäre , zumal es sich – wie gesagt – nur um ein Hobby handelt.

Als dieses Frühjahr dann FCPX angekündigt wurde und ich die ersten Videos darüber sah wusste ich gleich: Das wird meine App. Handhabung ähnlich derer von iMovie (nach Version 6) verbunden mit den Möglichkeiten von Final Cut Pro. Am vergangenen Dienstag stand Final Cut Pro X zum Download im Mac App Store bereit. Voller Vorfreude habe ich sofort den Download und die Installation gestartet, die Entscheidung stand ja bereits fest.

Meine derzeitige Hardware-Konfiguration sieht so aus: Am iMac (Modell 2011, 3,4 GHz i7, 4 GB, 1 TB) hängen zwei externe Festplatten (WD MyStudio), die per FireWire 800 verbunden sind. Eine Festplatte heisst „MusicAndPictures“, die andere „MovieBase“ – ich denke, die Namen sind selbstsprechend. 😉 In iMovie werden auch beide Festplatten sowohl in der Projektübersicht als auch bei den Events angezeigt.

Final Cut zeigt jedoch immer nur eine Platte, wobei es mal diese mal jene ist. Werfe ich eine von beiden aus, wird die jeweils andere in der Event Library angezeigt. Leider so nicht brauchbar, da ich ja während des Schnitts auch Zugriff auf „MusicAndPictures“ brauche um das Video-Projekt mit Musik und Fotos zu gestalten.

Das Lustige ist: Die jeweils andere Platte wird beim Programmstart ganz kurz angezeigt, bevor sie verschwindet. Habe das mal in einem kurzen Video festgehalten:

Auf dem MacBook (Modell 2008, 2,4 GHz C2D, 4 GB, 160 GB SSD) habe ich FCPX ebenfalls installiert. Dank SSD läuft es auch auf dem Book überraschend flüssig, der Bildschirm ist mit 13 Zoll für Final Cut allerdings viel zu klein. Über die Handhabung gibt es nicht viel zusagen, ausser vielleicht dass man mit entsprechender iMovie-Erfahrung sehr schnell mit FinalCut zurecht kommt. Sobald ich über erste Tests hinaus bin und ein paar Projekte erstellt habe, werde ich hier berichten, ob sich der Umstieg von iMovie auf Final Cut Pro gelohnt hat.

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