Vorgestern, also am Samstag, 06.08.2011, war der erste Fußball-Bundesliga-Spieltag der Saison 2010/2011. Hoffenheim durfte in Hannover sein Auftakt-Match bestreiten. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer leitete die Partie. In der 15. Minute kam es zu einem Foul und einem Freistoß für die Hannoveraner in der Nähe der 16-Meter-Linie. Schlaudraff legte sich den Ball zu recht, als Thorsten Kinhöfer für alle gut sichtbar seine Pfeife hebt. Dieses Signal ist eines von vielen Signalen in der Zeichensprache der Schieds- und Linienrichter. Es bedeutet: „Der Freistoß darf erst ausgeführt werden, wenn ich pfeife“. Direkt nach diesem Signal des Herrn Kinhöfer schoss Schlaudraff überraschend auf’s Tor der Hoffenheimer, wo Tom Starke logischerweise damit beschäftigt ist, die Mauer korrekt zu postieren.

Es ist bereits viel diskutiert worden. Schlaudraff wird in der Presse gerne als Schlitzohr bezeichnet, was aber nur insofern stimmen mag, dass er Thorsten Kinhöfer dazu brachte, Gesagtes und Gezeigtes sich widersprechen zu lassen.

Die Aussage „Ich kann nicht wissen, was die Hoffenheimer Spieler denken“ von Schiri Kinhöfer setzt dem Vorfall jedoch die Krone auf. Was die Hoffenheimer Spieler denken, nachdem sie Kinhöfer’s Signal gesehen haben, ist wohl jedem klar, der selbst schon mal Fußball gespielt hat. Er selbst hat die Hoffenheimer durch sein unmissverständliches Zeichen wissen lassen: „Wenn ich pfeife, geht’s weiter!“ Hat die Zeichensprache im Fußball ab sofort nichts mehr zu bedeuten?

Es ist eine Schande, dass Herr Kinhöfer nicht zugibt, dass er falsche Signale gegeben hat! Würde er sagen: „Ja, da habe ich den ein oder anderen versehentlich in die Irre geführt“, dann wäre die Welt für mich wieder in Ordnung – trotz der Niederlage „meines“ Vereins.

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