Anfang Dezember beschlossen wir uns einen Saugroboter anzuschaffen – trotz ernüchternder Tests bei c’t und anderen renommierten Magazinen. Ein „dummer“ Saugroboter, der nach irgendwelchen Algorithmen kreuz und quer durch die Wohnung fährt, sollte es nicht sein und so kam es gerade gelegen, dass Vorwerk ein Modell mit Laserabtastung auf den Markt brachte, den Kobold VR100. Die Tatsache, dass zeitgleich ein Online-Shop von Vorwerk gestartet wurde, zeigt deutlich, auf welche Zielgruppe man es abgesehen hatte: Auf „Techies“, die von anderen Personen in Bezug auf Technik-Anschaffungen um Rat gefragt werden. Im Online-Shop wird für den VR100 ein 30-tägiges Rückgaberecht eingeräumt, kein Risikokauf also. Bei der Bestellung kann man noch angeben, dass man keine Vertreter-Besuche wünscht, was ich als sehr angenehm empfinde.

Doch nun zum Wesentlichen, den ersten Erfahrungen mit unserem Vorwerk VR100, den wir „Robert“ getauft haben. Die Basisstation steht bei uns quasi unter dem Sofa, so dass Robert nach getaner Arbeit komplett aus dem Sichtfeld verschwindet. Wir haben in dem Bereich, wo Robert saugt, ausschliesslich Fliesenböden. Von Robert wird das Wohn- und Esszimmer, die Küche und der Eingangsbereich gesaugt. Zeitgesteuert lassen wir ihn täglich um 9 Uhr seine Arbeit starten. Dazu fährt er unter dem Sofa hervor, kartographiert mit seinem Laser die Wohnung und fängt dann an, bereichsweise zu saugen. Zunächst am Rand entlang und dann die Flächen in parallelen Bahnen. Robert erkennt Türen und saugt Raum für Raum. Große Räume werden in Bereiche von ca. 4 x 4 m eingeteilt. Gardinen, die bis auf den Boden hängen saugt er nicht ein sondern umfährt sie gefühlvoll. Durch die rotierende Bürste passiert es hin und wieder, dass sich Schnürsenkel von meinen mal wieder nicht aufgeräumten Schuhen darin verheddern. Robert schaltet sich dann ab, und bittet um Hilfe. Hat man das Problem beseitigt, macht Robert da weiter, wo er aufgehört hat.

Wie bislang jeder Saugroboter kann auch Robert einen normalen Staubsauger nicht komplett ersetzen. In den Ecken z. B. bleibt ein wenig Staub schon mal liegen. Bei uns hat sich allerdings eine gewisse Grundreinheit eingestellt, zum alten Sauger greifen wir nur noch alle 2 Wochen. Ausserdem liegt nichts mehr unnötig herum (bis auf meine Schuhe 😉 ), alle Familienmitglieder achten auf eine Grundordnung. Die 30 Tage Testphase sind um und wir haben einstimmig beschlossen, Robert zu behalten. Ich würde aber jedem empfehlen ebenfalls erst 30 Tage lang zu testen, ob der VR100 für die jeweilige Umgebung geeignet ist. Bei uns herrschen optimale Bedingungen für einen Saugroboter.

(Disclaimer: Wie immer spiegelt dieser Artikel meine persönliche Meinung und manchmal die Meinung meiner Frau wider. Ich unterhalte dieses Blog privat ohne kommerzielle Absichten. Links, mit denen eine Provision erzielt wird, sogenannte Afiliate-Links, sind als solche gekennzeichnet).

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