Die GEMA macht Deutschland zum einzigen Land auf diesem Planeten, aus dem man viele YouTube-Videos aus Urheberrechts-Gründen nicht ansehen kann. Wie man die Sperre am Mac umgeht, beschreibe ich hier Schritt für Schritt.

Dies ist lediglich eine Anleitung aufgrund meiner persönlichen Erfahrung, Verwendung auf eigene Gefahr!

  • Als Administrator anmelden (das ist der Benutzername/das Passwort wie man es auch bei Programm-Installationen oder Änderung von manchen System-Einstellungen benötigt)
  • Terminal starten
  • „sudo su -“ eingeben (ohne Hochkommas, das gilt auch alle folgenden Befehle in Hochkommas) und Enter drücken – Du bist jetzt der Super-Administrator namens „root“
  • Passwort des Adminstrator-Users eingeben und Enter drücken
  • „cp /etc/hosts /etc/hosts.backup“ eingeben und Enter drücken – Eine Kopie der hosts-Datei erstellen (für alle Fälle)
  • „vi /etc/hosts“ eingeben und Enter drücken
  • Du bist jetzt im wohl bekanntesten Text-Editor für Unix-Systeme. Hier gibt es den Command- und den Edit-Modus. Aus dem Edit-Modus kommt man mit der Taste „Esc“ wieder heraus. Weitere Einzelheiten zu vi.
  • Direkt nach dem Starten von vi ist man im Command-Modus. Groß-/Kleinschreibung ist hier wichtig.
  • „G“ eintippen – Der Eingabe-Cursor springt zur letzten Zeile
  • „o“ eintippen – Eine neue Zeile wird angehängt und wir sind jetzt im Edit-Modus
  • „46.137.57.17    www.youtube.com“ eintippen
  • „Esc“-Taste drücken – Wechsel in den Command-Modus
  • „:wq!“ eingeben – Die Änderungen werden gespeichert und vi wird beendet
  • „exit“ eingeben und Enter drücken – Terminal wird verlassen
Die Datei hosts sieht am Ende etwa so aus:

Falls Du Dich fragst, was die 46.137.57.17 bedeutet: Das ist eine IP-Adresse eines Proxy-Servers, der die Anfragen an YouTube über eine IP-Adresse umleitet, die aus Sicht der GEMA zulässig ist. Die Adresse habe ich aus diesem Tweet. Ob der Schreiber dieser Kurznachricht seriös ist, mag jeder für sich selbst beurteilen.

Rechtlich ist diese Methode vermutlich eine Grauzone. Ich bin zwar kein Rechtsanwalt, habe aber keine Bedenken, dies anzuwenden. Ist man z. B. Mitarbeiter eines nicht-deutschen Unternehmens mit einer Niederlassung in Deutschland und surft während der Mittagspause auf YouTube, hat man die GEMA-Einschränkungen genau dann nicht, wenn der Internet-Zugang über ein ausländisches Rechenzentrum geleitet wird (was bei Konzernen häufig der Fall ist).

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