Bildschirmfoto 2016-03-16 um 07.53.56.png Es wurde bereits vieles geschrieben und noch mehr zur schicken Olympus Kamera (Afiliate-Link) gesagt. Die technischen Daten dürften hinlänglich bekannt sein. Meine Intention ist es, den „gefühlten“ Übergang von einer DSLR auf die Olympus-Systemkamera zu beschreiben.

Vor meinem Kauf im Herbst 2015 lag natürlich eine ausführliche Lese-Orgie bezogen auf die Qualität des Gehäuses und der in Frage kommenden Objektive. So viel vorweg: Meine Entscheidung, vom Nikon System auf das Olympus-Equipment umzusteigen, habe ich bislang nicht bereut. Wie damals zur Nikon D90 habe ich mir schnell die nötigen Festbrennweiten und das Original-Blitzgerät zugelegt. Mein Hauptgrund für den Umstieg von Nikon auf Olympus war die Tatsache, dass ich keine Lust mehr hatte, mit dem großen, schweren Foto-Rucksack zu reisen – insbesondere die Objektive trugen zum hohen Gewicht des Gepäcks bei. Mit dem Olympus-Equipment braucht es nur mehr eine kleine bis mittelgroße Tasche, vom Gewicht her bin ich ca. bei der Hälfte meines früheren Gepäcks.

Der wesentliche Nachteil, der früher gegen eine Systemkamera sprach, war der elektronische Sucher im Vergleich zum optischen einer DSLR. Die ersten Systemkameras waren in vielen Bereichen der Fotografie (insbesondere der Sportfotografie) nicht zu gebrauchen, denn das Sucherbild ruckelte und löste nicht hoch genug auf. Doch das ist Vergangenheit. Der Sucher der OM-D ist klasse. Ich würde sogar so weit gehen, dass er einen Vorteil gegenüber einem optischen Sucher darstellt, da er das Bild schon so anzeigt, wie es beim Druck auf den Auslöser wird. Man braucht also keine 2 oder gar 3 Versuche, bis man z. B. die Belichtung wunschgemäß eingestellt hat. Ein weiterer Grund gegen Systemkameras war die Geschwindigkeit und Präzision bei der Fokussierung. Aber auch das ist Schnee von gestern.

Es ist mittlerweile so, dass ich fast gar nicht mehr ohne meine Ausrüstung aus dem Haus gehe! Was ist das Ergebnis? Nun, ich habe jetzt Fotos, die ich früher gar nicht gemacht hätte, weil ich das schwere Gepäck vermutlich zu Hause gelassen hätte. Es ist unglaublich wichtig, dass man das verwendete Equipment zum einen von der Technik her gut kennt, um im Falle des Falles schnell zu sein, wenn sich ein Motiv ergibt. Andererseits ist es wichtig, dass man seine Kamera mag, dass sie „gut in der Hand liegt“, dass man sie gerne benutzt. Und da macht es einem die kleine Olympus wirklich leicht. Die viel zitierten „umständlichen“ Menüs sind zwar verglichen mit der Nikon verschachtelter (und umfangreicher), aber es ist gar nicht so umständlich wie gerne behauptet wird. Viele Funktionen kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Natürlich kann man davon schnell überfordert sein, ich habe mich allerdings schnell daran gewöhnt. Die meisten Einstellungen stehen sowieso im übersichtlichen Menü der „Monitor-Funktionsanzeige“ nach Druck auf die Taste „OK“ zur Verfügung.

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Wesentliche Einstellungen im direkten Zugriff

Was gefällt mir noch ausgesprochen gut? Zum Beispiel das entfesselte Blitzen: Es geht so einfach von der Hand wie das CLS bei Nikon. Viele Anwendungsmöglichkeiten gestalten sich dank der Olympus komfortabler. Ich denke da z. B. ans manuelle Scharfstellen mit Hilfe des Focus Peaking oder an Langzeitbelichtungen mit Live Composite. Die „MySets“ (ein Set von Voreinstellungen) lassen sich auf gewünschte Tasten legen. Damit schalte ich die Kamera ganz einfach um von „aus der Hand fotografieren“ auf „Stativ-Fotografie“. Die eingebaute optische „5-Achsen-Bildstabilisierung“ im Kamera-Gehäuse ist der Hammer – und macht letztlich die Objektive günstiger (und wieder leichter).

Es macht mir jedesmal auf’s Neue eine Riesenfreude, die Kamera in die Hand zu nehmen. Und das ist doch das Entscheidende neben dem Ergebnis – die Freude am Fotografieren. Hand auf’s Herz: In 99% der Fälle sieht man einem Foto nicht an, mit welcher Kamera es gemacht wurde. Die Kamera ist für mich ein Werkzeug. Und weil sie ein Werkzeug für mein Hobby ist, soll sie gefälligst Spaß machen. Ja, die OM-D macht höllischen Spaß!

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